Bereits in unserem letzten Beratungsrundbrief im August haben wir die Herbstdüngung zu Winterraps thematisiert und bei einer geplanten Herbstdüngung eine Nmin Untersuchung empfohlen.
Inzwischen haben wir 18 Rapsflächen mit Getreidevorfrucht beprobt. Alle beprobten Flächen waren zum Zeitpunkt der Probennahme ungedüngt. Im Mittel lag das Nmin-Ergebnis der beprobten Flächen zur Rapsaussaat bei 70 kg N/ha in 0-60 cm Bodentiefe. Normal bis gut entwickelte Rapsbestände nehmen bis zur Vegetationsruhe im Winter 40-80 kg N/ha auf. Im Durchschnitt der beprobten Flächen ist daher eine ausreichende Stickstoffversorgung gegeben. Selbst der niedrigste gemessene Wert lag mit 47 kg N/ha in 0-60 cm Bodentiefe relativ hoch.
Verglichen mit den Ergebnissen der diesjährigen Nachernte-Nmin-Beprobung nach Winterweizen und Wintergerste, fallen die aktuellen Nmin-Ergebnisse zur Rapsaussaat deutlich höher aus. Abbildung 1 stellt die Nmin-Ergebnisse zur Rapsaussaat im Vergleich zu den Ergebnissen der diesjährigen Nachernte-Nmin-Beprobung nach Winterweizen und Wintergerste auf ausgewählten WRRL-Dauerbeobachtungsflächen dar. Da es sich bei den zur Rapsaussaat beprobten Flächen nicht um die Flächen der Nachernte-Nmin-Beprobung handelt, sind die Ergebnisse nicht direkt vergleichbar. Dennoch lässt sich aufgrund der Anzahl der beprobten Rapsflächen und der deutlich höheren Nmin-Werte zur Rapsaussaat eine Tendenz ableiten. Die Niederschläge der letzten Augustwoche und die Bodenbearbeitung nach der Getreideernte dürften eine deutlich messbare N-Mineralisation im Oberboden bewirkt haben, welche den N-Bedarf des Rapses im Herbst decken sollte.
Abbildung 1: Nmin-Werte zur Rapsaussaat verglichen mit den Ergebnissen der diesjährigen Nachernte-Nmin-Beprobung nach Getreide ausgewählter WRRL-Dauerbeobachtungsflächen. Dargestellt sind die Mediane der einzelnen Bodenschichten. Die Zahl in den Säulen entspricht der Anzahl der beprobten Flächen.
Jedoch kann auf leichteren Standorten mit geringer Stickstoffnachlieferung und verbliebenen Strohresten die aktuell im Boden verfügbare N-Menge unter Umständen geringer ausfallen. Für eine geplante N-Düngung im Herbst zu Raps sollte hier mittels Bodenprobe der Düngebedarf überprüft werden. Innerhalb der „Roten Gebiete“ ist eine Herbstdüngung zu Raps mit Stickstoff zulässig, sofern die im Boden verfügbare Stickstoffmenge in 0-60 cm Bodentiefe unter 45 kg N/ha liegt.
Aktuell haben wir noch ein Kontingent für Nmin-Proben zur Rapsaussaat zur Verfügung. Sollten Sie eine N-Düngung zum Winterraps planen, bieten wir Ihnen daher an, auf zunächst einem Rapsschlag pro Betrieb eine kostenlose Nmin-Bodenprobe durchzuführen. Bei Interesse melden Sie sich gerne bei uns.
Ihr Team der WRRL-Beratung
Programm:
12:00 Uhr: Eröffnung und Begrüßung
12:30 Uhr: Vorstellung der Maschinen
13:00 Uhr Beginn der Maschinenvorführung
17:30 Uhr Ende des Feldtages
Es erwartet Sie im Praxiseinsatz in verschiedenen Reihenkulturen…
- der Farming GT Hackroboter von Farming Revolution,
- der BEAM Laser-Weeder von NAITURE,
- die Spot-Spraying Feldspritze ARA von Ecorobotix,
- das Universalhackgerät Chopstar von Einböck,
- sowie NDVI & Multispektral-Analysen per Drohne durch PfalzFly.
Auf dem Stoppelacker im Praxiseinsatz sind…
- der AgXeed mit Bodenbearbeitungsgerät,
- und der LLH mit einer Drohne zum Spot-Spraying.
Weitere Aussteller sind mit Ständen vor Ort:
- MR Agrarbüro
- GHV Versicherung
- Allianz Agrar
- Vereinigte Hagel
- Entega & ZAS Darmstadt
Für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt.
Wir freuen uns auf Sie!
Anfahrtsübersicht
Oder QR-Code für den Standort scannen:
Parkplätze sind vor Ort ausgeschildert!
Hier finden Sie den aktuellen Beratungsrundbrief März 2026 mit folgenden Inhalten:
1. Frühjahrs-Nmin-Werte 2026 & Düngestrategien,
2. Rückblick Herbst-Nmin-Werte 2025,
3. Neues zu den „Roten Gebieten“,
4. Aktuelle Beratungsangebote,
5. Stoffstrombilanz &
Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung!
Ihr WRRL-Beratungsteam
Falls es für Ihre Kulturfolge noch keine Referenzwerte gibt, können vorerst auch die Orientierungswerte aus der WRRL-Beratung verwendet werden, diese müssen jedoch korrigiert werden, sobald Referenzwerte für die Kulturfolge verfügbar sind.
Nmin-Referenzwerte [kg N/ha] nach Kulturfolge für die Düngebedarfsermittlung:
Nmin-Orientierungswerte [kg N/ha] nach Vorfrucht (Kultur 2025):
Die Orientierungswerte beziehen sich auf die jeweilige Vorkultur.
In den Tabellen sind die Mediane für die Bodenschichten angegeben. Es werden ab einer Anzahl von mindestens vier Nmin-Einzelwerten die Referenz- und Orientierungswerte gebildet.
Für Fragen steht Ihnen das Team der WRRL-Beratung gerne zur Verfügung.


